Antibiotische Therapie in der ambulanten Pädiatrie - Update 2026

Empfehlungen der AG ABS ambulante Pädiatrie der DGPI

Ausgabe: pädiatrische praxis, 2026, Band 104/04, mgo fachverlage GmbH & Co. KG (ISSN 0030-9346)

Zusammenfassung: Das Update 2026 betont weiterhin zentrale ABS‑Prinzipien: In den meisten Fällen kann eine antibiotische Therapie in der Praxis vermieden werden und ein »watchful waiting«- bzw. »delayed prescription«-Vorgehen gewählt werden. Ist jedoch eine antibiotische Therapie indiziert, soll sie nicht vorenthalten werden. Es soll jedoch das am besten geeignete Antibiotikum in korrekter Dosierung nur so lang wie unbedingt erforderlich zum Einsatz kommen. Der Einsatz topischer Antibiotika soll nur in gut begründeten Ausnahmen erfolgen. Viele Empfehlungen beruhen auf begrenzter Evidenzlage in den pädiatrischen Altersgruppen. Die individuelle klinische Einschätzung der Patientinnen und Patienten, Beachtung von Red Flags und klinische Reevaluation sind essenziell. Die Empfehlungen gelten für unkomplizierte ambulant erworbene Infektionen. Bei Kindern mit relevanten Vorerkrankungen oder kritisch kranken Patientinnen und Patienten gelten diese Empfehlungen nicht. Diese Patientinnen und Patienten sind individuell weiterführend zu versorgen.

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Autoren: J. Soler Wenglein, Ö. Dogan, E. Hamelmann, W. Klein, J. Liese, D. Mehrtens, A Simon, N. Töpfner, S. Trapp, A.-S. Yussif, weitere Mitglieder der AG ABSaP, M. Hufnagel, R. Tillmann

Rubrik: Grundlagen, Prophylaxe, Neugeborene

Verlag: mgo fachverlage GmbH & Co. KG

Stichworte: Ambulante Antibiotikatherapie, ambulante Pädiatrie, Antibiotic Stewardship, Antibiotika, Antimicrobial Stewardship, rationale Therapieempfehlungen

ISSN: 0030-9346

Institut: Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Evangelisches Klinikum Bethel, Medizinische Fakultät OWL, Universität Bielefeld, Bielefeld; Kinder- und Jugendpraxis Dogan, Stuttgart; Praxis für Kinder- und Jugendmedizin Wolfgang Klein, Augsburg; Pädiatrische Infektiologie, Universitätsklinikum Würzburg, Würzburg; Euregio Kinder- und Jugendärzte, Geilenkirchen; Klinik für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie, Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg/Saar; Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Technische Universität Dresden, Dresden; Ambulante Kinder- & Jugendmedizin Bremen-Huchting, Gemeinschaftspraxis, Bremen; Praxis für Kinder- und Jugendmedizin Christoph Kuna, Leipzig; Sektion Pädiatrische Rheumatologie und Klinische Infektiologie, Klinik für Allgemeine Kinder- und Jugendmedizin, Kinder- und Jugendklinik, Universitätsklinikum, Medizinische Fakultät, Universität Freiburg, Freiburg; Praxis für Kinder- und Jugendmedizin Roland Tillmann, Bielefeld