Künstliche Intelligenz in der pädiatrischen Radiologie

Aktuelle Anwendungen und Bedeutung für die ambulante Praxis

Ausgabe: pädiatrische praxis, 2026, Band 104/03, mgo fachverlage GmbH & Co. KG (ISSN 0030-9346)

Zusammenfassung: Künstliche Intelligenz (KI) transformiert zunehmend die pädiatrische Radiologie. Im Gegensatz zu KI-Anwendungen bei Erwachsenen müssen pädiatrische Systeme die hohe anatomische Variabilität durch Wachstum und Entwicklung berücksichtigen. Kinder sind zudem strahlenempfindlicher als Erwachsene, was besondere Anforderungen an Bildgebungsprotokolle stellt. Die technisch ausgereiftesten Anwendungen finden sich in der muskuloskelettalen Bildgebung: Knochenalterbestimmung und Frakturerkennung zeigen bereits klinische Reife mit kommerziell verfügbaren Systemen. Ein kritischer Befund: Viele an Erwachsenen trainierte KI-Modelle zeigen deutliche Leistungseinbußen bei pädiatrischen Patientinnen und Patienten, insbesondere bei jüngeren Kindern. »Deep Learning Image Reconstruction« ermöglicht deutliche Dosisreduktionen ohne Qualitätsverlust – ein wichtiger Fortschritt für den Strahlenschutz. Für die ambulante Praxis gilt: KI ist ein Unterstützungswerkzeug, das menschliche Expertise ergänzt, aber nicht ersetzt. Der klinische Kontext bleibt entscheidend.

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Autoren: N. Stranger, M. Scherkl, A. Ciornei-Hoffman, Y. Blumberger, S. Tschauner

Rubrik: Jugendmedizin, Radiologie, Diverses

Verlag: mgo fachverlage GmbH & Co. KG

Stichworte: Bildgebung, Diagnostik, Künstliche Intelligenz, Maschinenlernen, pädiatrische Radiologie, Radiologie

ISSN: 0030-9346

Institut: Abteilung für Kinderradiologie, Universitätsklinik für Radiologie, Medizinische Universität Graz