Zusammenfassung: Künstliche Intelligenz (KI) kann die komplexe Pädiatrie spürbar verbessern: Frühwarnmodelle unterstützen die frühe Erkennung klinischer Verschlechterung, Bild- und Endoskopie-KI kann Befundung und Scores standardisieren, und Next Generation Phenotyping kann Wege zur Diagnose seltener Erkrankungen verkürzen. Gleichzeitig entstehen neue Risiken – insbesondere Automation Bias, Subgruppen-Bias, Leistungsabfall durch Domain Shift/Drift und Halluzinationen großer Sprachmodelle. Der Beitrag beschreibt praxistaugliche Einsatzfelder und typische Fehlerquellen und verknüpft diese mit aktuellen Anforderungen aus EU AI Act, WHO-Empfehlungen und Reporting-Standards (u. a. TRIPOD+AI, STARD-AI, DECIDE-AI). Ergebnis ist eine Entscheidungslogik: KI ist »Gamechanger«, wenn Patientennutzen, Evidenz und sichere Umsetzung nachweisbar sind; sie wird zur »PandoraBox«, wenn Indikation, Validierung oder Governance fehlen. Onlinedatenbank: med-search
Autoren: J. de Laffolie
Rubrik: Jugendmedizin, Radiologie, Diverses
Verlag: mgo fachverlage GmbH & Co. KG
Stichworte: EU AI Act, generative KI, komplexe Pädiatrie, Künstliche Intelligenz, Patientensicherheit, Pädiatrie, Pädiatrische KI
ISSN: 0030-9346
Institut: Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Allgemeine Pädiatrie und Neonatologie; Kindergastroenterologie, Universitätsklinikum Gießen