Keine Antihistaminika bei infektbedingtem Erbrechen

Ausgabe: pädiatrische praxis, 2026, Band 104/02, mgo fachverlage GmbH & Co. KG (ISSN 0030-9346)

Zusammenfassung: Die Therapie der akuten infektiösen Gastroenteritis im Kindesalter basiert primär auf einer konsequenten oralen Rehydratation. Dabei sollte das Kind schluckweise oder nur löffelweise rehydriert werden. Der Einsatz einer oralen Rehydratationslösung (ORL) ist sinnvoll, um die osmotisch wirksame Rückresorption aus dem Dickdarm zu fördern. Der Einsatz medikamentöser Maßnahmen ist auf wenige, klar definierte Indikationen beschränkt. Ondansetron kann bei ausgeprägtem Erbrechen die Durchführung der oralen Rehydratationstherapie (ORT) erleichtern. Der Einsatz ist allerdings trotz der wissenschaftlichen Evidenz off-label. Antihistaminika sollen nicht eingesetzt werden. Es konnte bislang keine Wirkung nachgewiesen werden. Vielmehr weisen sie teilweise schwere bis lebensbedrohliche unerwünschte Wirkungen auf.

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Autoren: P. Gerner

Rubrik: Endokrinologie - Stoffwechsel, Magen-Darm-Trakt, Urogenitaltrakt

Verlag: mgo fachverlage GmbH & Co. KG

Stichworte: Akute infektiöse Gastroenteritis, Antihistaminika, Erbrechen, Gastroenteritis, Rehydratation, Therapie

ISSN: 0030-9346

Institut: Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Ortenau Klinikum, Offenburg